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Volunteer Awards 2021 - Start der Nominierungsphase

  Bildrechte: Go Volunteer
Kennen Sie einen Menschen, dessen freiwilliges Engagement Sie beeindruckt? Jemanden, der in besonderer Weise für seine Mitmenschen da ist oder für unsere Natur den Unterschied macht? Dann nominieren Sie sie oder ihn bis zum 13. Juli für die Volunteer Awards 2021. Eine Nominierung ist hier

möglich.

Es werden sechs Awards vergeben:

- Newcomer Volunteer für eine Person, die neu in Deutschland ist und sich in besonderer Weise sozial engagiert;

- Young & Social für eine Person, die sich bereits in jungen Jahren sozial engagiert und besonderen Einsatz zeigt;

- Exceptional Commitment für eine Person, die sich schon seit vielen Jahren tatkräftig und hingebungsvoll engagiert;

- Social Innovator für eine Person, die mit neuen Ideen und sozialen Innovationen große Wirkung für die Gesellschaft erzielt;

- Volunteer for Future für eine Person, die sich in besonderer Weise für unseren Planeten und Natur engagiert und

- Digital Hero für eine Person, die sich in der digitalen Welt auf besondere Weise und mit großer Wirkung engagiert.

Darüber hinaus wird unter allen Finalist:innen dieser Kategorien ein Volunteer of the Year via Online-Voting gekürt.


Die 6 Gewinner:innen erhalten:

  • Urkunde & Trophäe der Volunteer Awards 2021 mit Name & Award-Kategorie
  • Image-Video für die eigene Organisation, produziert von GoVolunteer
  • Überraschungsgeschenk, das Freude macht
  • Nominierung für den dt. Engagementpreis 2022
  • Wertschätzung & Anerkennung des (prominenten) Publikums

Den/die Gewinner:in des Publikumspreis erwartet eine ganz besondere Überraschung, die noch verkündet wird!


Antworten auf die wichtigsten Fragen können Sie im Q&A hier nachlesen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.volunteerawards.de.

Stipendien von startsocial e.V.

Noch bis zum 27.06.2021 bewerben!


Ausschreibung: 100 startsocial-Stipendien an soziale Initiativen zu vergeben

Vom 3. Mai bis zum 27. Juni 2021 können sich soziale Initiativen auf startsocial.de wieder für eines von 100 Beratungsstipendien bewerben. Mitmachen können alle, die soziale Probleme oder Herausforderungen mit Hilfe von Ehrenamtlichen anpacken.
Erfahrene Fach- und Führungskräfte unterstützen die 100 Gewinner für vier Monate bei der Verwirklichung oder Weiterentwicklung ihrer sozialen Organisationen, Projekte und Ideen. 25 herausragende Initiativen werden auf einer feierlichen Preisverleihung im Frühsommer 2022 geehrt. Sieben von ihnen erhalten zusätzlich Geldpreise im Gesamtwert von 35.000 Euro.


Hintergrund:
startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben Geldpreise, an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen rund 550 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches und Jurorinnen und Juroren ihr Wissen und ihre Erfahrung ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und hat bereits über 1.700 soziale Organisationen und Projekte bei ihrer Weiterentwicklung begleitet und unterstützt.

Die Wettbewerbsrunde 2021/22 startet am 3. Mai 2021. Bis zum 27. Juni können sich soziale Initiativen um eines der 100 Stipendien bewerben. Die ausgewählten Initiativen werden von November 2021 bis Februar 2022 von ihren Coaches beraten. Auf einer feierlichen Preisverleihung werden im Frühsommer 2022 die 25 überzeugendsten Initiativen, darunter auch sieben Geldpreisträger, ausgezeichnet.


Mehr zum Wettbewerb, zu den Teilnahmebedingungen sowie zur Bewerbung selbst finden Sie hier.

Aktueller Flyer von startsocial e.V.: startsocial_Flyer_2021.pdf
Kurzinformationen zu startsocial e.V.: startsocial_in_Kuerze_2021_22.pdf
Factsheet zu startsocial e.V.: startsocial_Factsheet_2021_22.pdf
Erklärfilm und Werbespot: startsocial.de/presse/videos

Braunschweig zeigt Gesicht und spricht über Demokratie

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2021 unter dem Motto "Solidarität. Grenzenlos." zeigen wir euch dieses tolle Video der Stadt Braunschweig.

"Was bedeutet Demokratie für dich?"

Miteinander, Augenhöhe, Freiheit … Mit Lichtprojektionen im öffentlichen Raum macht das Büro für Migrationsfragen in Braunschweig sichtbar, was Demokratie für die Menschen vor Ort bedeutet. Dabei halten die Teilnehmenden Leinwände hoch, auf die verschiedene „Demokratie-Begriffe“ projiziert werden. Ein spannendes Format, um ins Gespräch zu kommen und die vielen Facetten von Demokratie zu beleuchten.


Das Video ist ein gemeinschaftliches Statementvideo der Stadt Braunschweig, Büro für Migrationsfragen und "Demokratie leben!" Braunschweig.

#SayTheirNames

Gedenken an die Opfer des Anschlags in Hanau


#SayTheirNames

„Heute Abend wird in Hanau an den rassistischen Anschlag vor einem Jahr gedacht. Bei diesem furchtbaren Verbrechen wurden aus rechtsextremen und rassistischen Motiven neun Menschen getötet. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer, die bis heute unter dieser verabscheuungswürdigen Tat leiden und deren Trauer wir nur erahnen können.

Wir dürfen nicht vergessen, was vor einem Jahr in Hanau passiert ist. Der Anschlag mahnt uns, wachsam zu sein – nicht nur an Gedenktagen – sondern jeden Tag. Wir alle sind gemeinsam gefordert, jeglicher Form von Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus entgegenzutreten – auf der Straße, aber auch im Netz und insbesondere in den Sozialen Medien“, so Ministerpräsident Stephan Weil.


Mit der Aktion #SayTheirNames soll besonders auf die Opfer aufmerksam gemacht werden, damit die Namen nicht in Vergessenheit und der Hass hinter der Tat und der Täter selbst nicht in den Vordergrund geraten.

Wir wollen in Niedersachsen klare Haltung zeigen für Vielfalt, Toleranz und Miteinander!
Wir möchten, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion in unserem Land friedlich zusammenleben. Respekt füreinander und gegenseitige Akzeptanz sind das ‚Minimum‘ in unserem gesellschaftlichen Wertekonsens! Es gilt immer wieder - auch heute noch - nachzuforschen, woher dieser Hass kommt, und zu verhindern, dass er sich weiter verbreitet.
Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ steht an der Seite aller Menschen, die Ausgrenzungen erleiden oder durch rassistischen Hass bedroht werden. Sie sind nicht allein! Jeder einzelne kann für Vielfalt, Toleranz und ein Miteinander einstehen und aktiv werden!


Anlässlich des 1-jährigen Gedenkens der Anschläge in Hanau gibt es in der ARD Mediathek eine Dokumentation und Reportage, in der Überlebende und Angehörige berichten, wie sie die Tat und die Zeit danach erlebt haben. Den Beitrag dazu finden Sie hier.

Integrationspreis 2021: Integration in Zeiten von Corona

Weil und Schröder-Köpf starten Wettbewerb zum Niedersächsischen Integrationspreis


Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, hat gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil den Wettbewerb um den Niedersächsischen Integrationspreis 2021 gestartet.
Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro dotiert. Es werden vier Preise zu jeweils 6.000 Euro vergeben.

Zusätzlich vergeben das Bündnis „Niedersachsen packt an“ sowie das Bündnis „Niedersachsen hält zusammen“ jeweils einen Sonderpreis in Höhe von 6.000 Euro. Die Verleihung des Integrationspreises erfolgt bereits zum zwölften Mal. Das Motto lautet in diesem Jahr „Integration in Zeiten von Corona“.

Der Wettbewerb richtet sich an Vereine, Verbände, Institutionen, Initiativen, Stiftungen, Kindergärten und Schulen, die sich in besonderer Weise mit neuen Ideen und Umsetzungen dafür engagieren, dass Integration in Zeiten der Corona-Pandemie gelebt und dadurch ein entscheidender Beitrag zur interkulturellen Teilhabe am Gemeinwesen geleistet wird. Ziel ist es, gute Projekte und Ansätze öffentlich zu machen und gleichzeitig dazu zu ermuntern, derartigen Beispielen zu folgen und neue Ideen in Zeiten der Pandemie zu entwickeln.

Mit der Wahl des Mottos knüpfen Weil und Schröder-Köpf an die bisherige Arbeit der Bündnisse „Niedersachsen packt an“ und „Niedersachsen hält zusammen“ an. Die Botschaft lautet: Niemand wird vergessen!

Integration hat gerade in diesen Zeiten einen besonders hohen Stellenwert, gesellschaftliche Teilhabe ist wichtiger als je zuvor – unabhängig von Herkunft, Kultur, Alter, Geschlecht, Religion oder finanzieller Situation.

Daher ist es für die Niedersächsische Landesregierung ein wichtiges politisches Anliegen, die vielfältigen Potentiale verschiedener Institutionen, Vereine, Verbände, Initiativen, Kindergärten und Schulen zu aktivieren und besonders innovative Ideen mit dem Niedersächsischen Integrationspreis 2021 auszuzeichnen.

Bewerbungen oder Vorschläge sind vorzugsweise per E-Mail an

integrationspreis@stk.niedersachsen.de


oder ansonsten per Post an

Niedersächsische Staatskanzlei
Stichwort „Niedersächsischer Integrationspreis 2021“
Planckstr. 2
30169 Hannover

zu richten.

Bewerbungsschluss ist Montag, 15.02.2021.

Den Flyer zum Integrationspreis 2021 finden Sie hier.
Das Formular „Bewerbung zum Niedersächsischen Integrationspreis 2021“ finden Sie hier.

Aus den Bewerbungen und Vorschlägen wählt eine unabhängige, namhaft besetzte Jury unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die Preisträgerinnen und Preisträger aus, die nach derzeitigem Stand am 27.09.2021 in einem Festakt ausgezeichnet werden sollen.

Infos zu den Integrationspreisen der vergangenen Jahre finden Sie hier.

Start der Initiative #MeineStimmeGegenHass

Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus sind eine der größten Gefahren für unsere Demokratie und Sicherheit. Seit Jahren steigt die Zahl derer, die zum rechten Spektrum gezählt werden, ebenso nimmt die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten zu. Solingen, Rostock, München, Kassel, Halle und Hanau sind nur einige von zahlreichen Orten in Deutschland, an denen Menschen von Rechtsextremisten gezielt getötet wurden.

Mit der Initiative #MeineStimmeGegenHass ruft die Deutschlandstiftung Integration zusammen mit Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz und der Bundeszentrale für politische Bildung zu einer breiten gesellschaftlichen Allianz gegen Rechtsextremismus und Rassismus auf. Menschen, die Opfer von Rassismus und Rechtsextremismus werden, brauchen nicht nur ein gezieltes Handeln des Rechtsstaates, sondern auch die Unterstützung der Gesellschaft und jedes Einzelnen.

Die Initiative #MeineStimmeGegenHass ruft daher dazu auf, die Erinnerung an die Todesopfer rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Deutschland wachzuhalten und die Stimme gegen Hass zu erheben.

Jede und jeder kann auch auf der Website und auf Facebook, Twitter und Instagram ein Zeichen setzen und mit einem eigenen Statement zum Ausdruck bringen, was sie oder er dem Hass entgegensetzt.

Posten Sie Ihre Audioaufnahmen mit #MeineStimmeGegenHass und werden Sie Teil dieser Initiative!

Statement des Ministerpräsidenten zu dem Großbrand in Moria

„Das sind erschütternde Nachrichten: ein Großbrand in einem völlig überfüllten Flüchtlingslager auf einer völlig überfüllten Insel, die de facto ein Gefängnis für Tausende von Frauen, Männern und Kindern ist. Dieser furchtbare Brand sollte nun wirklich Anlass dafür sein, dass wir endlich alle etwa 12.000 Menschen auf andere europäische Länder verteilen. Niedersachsen hat schon vor geraumer Zeit das Angebot gemacht, eine größere Zahl von Geflüchteten aus Moria aufzunehmen. Uns sind aber aus rechtlichen Gründen die Hände gebunden. Deshalb geht mein dringender Appell an die Bundesregierung und die Europäische Kommission, jetzt endlich die Grenzen für diese stark belasteten und verzweifelten Frauen, Männer und Kinder zu öffnen. Wenn sich einige Staatsoberhäupter in Europa beharrlich weigern sollten, müsste es eine Aufnahme der Menschen wenigsten durch einige gutwillige europäische Länder geben.“

Verleihung des Niedersächsischen Integrationspreises 2020

Videobotschaften und Preisträgervideos sind jetzt online


Ministerpräsident Stephan Weil und die Landesbe­auftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, haben am 08. September 2020 ihre Videobotschaften anlässlich der Verleihung des Niedersächsischen Integrationspreises 2020 veröffentlicht.
Aufgrund der Corona-Pandemie musste dieses Jahr auf den Festakt zur Preisverleihung verzichtet werden.

Sehen Sie nachstehend die Videobotschaften:


Der Integrationspreis wird bereits zum elften Mal vergeben. Das diesjährige Motto lautet „Integration durch Musik, Kunst und Kultur“. Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro (4 x 6.000 Euro) dotiert. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ zeichnet einen Bewerber mit einem Sonderpreis aus und unterstützt dessen Engagement ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Auch in diesem Jahr war die Zahl der Bewerbungen hoch. Aus knapp 170 Bewerbungen und Vorschlägen hat die Jury unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die folgenden Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:

  • Bildungswerk der Nds. Wirtschaft, Osnabrück
  • Boat people projekt e.V., Göttingen
  • IKJA e.V., Hannover
  • Kirchenkreis Harzer Land, Osterode

Beim Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ entschied sich die Jury für teatro regio e.V., Northeim.

Mit dem Wettbewerb möchte das Land Niedersachsen nachhaltige Projekte und engagierte Menschen auszeichnen, die sich in besonderer Weise im Integrationsprozess mit Initiativen in den Bereichen Musik, Kunst und Kultur hervorheben und zur Teilhabe am Gemeinwesen von Menschen mit verschiedenen sprachlichen, ethnischen, religiösen und kulturellen Wurzeln beitragen. Gute Ansätze und vorbildliche Aktivitäten sowie neue, innovative und nachhaltige Ideen zur Integration von Zugewanderten sollen stärker bekannt gemacht werden. Gleichzeitig sollen sie zur Nachahmung animieren und zur Entwicklung neuer Ideen und Projekte ermuntern.

Neben dem Spracherwerb sind es gerade Musik, Kunst und Kultur, die Menschen zusammenbringen und verbinden. Gerade für Zugewanderte ist es wichtig, sich in kulturelle Projekte und Initiativen mit eigenen Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen zu können. Gemeinsames Musizieren oder Theaterspielen fördert das Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Die Staatskanzlei bittet alle Preisträgerinnen und Preisträger um Verständnis dafür, dass in diesem Jahr aufgrund der Gefahr von Corona Infektionen auf eine Übergabeveranstaltung verzichtet wird.

Die Jury

Neben Doris Schröder-Köpf gehören in diesem Jahr zur Jury:

  • Fernando Aramburu, spanischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer, er lebt und arbeitet in Hannover
  • Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover
  • Nariman Hammouti, Vorsitzende des Vereins „Deutscher Soldat e.V.“
  • Sabina Kaluza, Künstlerin und Juniorpräsidentin des „KreativRegion e.V.“
  • Dr. Hermann Queckenstedt, Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück


Die Preisträgerinnen und Preisträger

Bildungswerk der Nds. Wirtschaft gGmbH, Osnabrück

Das Projekt „Sprache und Kunst – Handlungsorientierter Spracherwerb in Verbindung mit theaterpädagogischen Elementen“ unterstützt geflüchtete Frauen, die bereits einen Sprachkurs absolviert oder aufgrund von persönlichen Krisen abgebrochen haben, bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration. Es wurde in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) an den Standorten Barsinghausen, Osnabrück und Georgsmarienhütte durchgeführt. Innerhalb eines halben Jahres lernen die Frauen Deutsch und proben im Rollenspiel sowohl Erlerntes als auch Begebenheiten aus ihrem Alltag in der Heimat oder in Deutschland. Sprache in Verbindung mit Bewegung, Emotion und Spiel schafft neue neuronale Verknüpfungen, verbessert das Deutschlernen, fördert die kommunikativen Kompetenzen sowie das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit. Während der Unterrichtsstunden steht eine Kinderbetreuung zur Verfügung. Begleitend eröffnen die offenen Angebote im Familienzentrum den Frauen die Möglichkeit erste Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen und gestalterisch tätig zu werden. Der Kurs endet mit einer zertifizierten Sprachprüfung.

http://www.bnw.de


boat people projekt e.V., Göttingen

Seit 2009 arbeitet der boat people projekt e.V. als freies Theater in verschiedenen Konstellationen schwerpunktmäßig zum Thema Flucht und Migration. Bei den professionellen Schauspiel- und Musikproduktionen wird mit professionellen Künstler*innen zusammengearbeitet, die oftmals in ihrem Herkunftsland ihrer Arbeit aus zumeist politischen Gründen nicht mehr nachgehen können. Die soziokulturellen Theater-Projekte richten sich an geflüchtete und "einheimische" Menschen. Interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden eingeladen, sich an künstlerischen Projekten zu beteiligen. Begegnung jenseits von Sprachbarrieren, Herkunft, Milieu und Gender sind durch ein gemeinsames aktives Kunsterlebnis leichter möglich und können nachhaltiger wirken. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aktuell findet zum Beispiel ein Kindertheaterprojekt zum Thema Zukunft statt. In der Schreibwerkstatt treffen sich Erwachsene aus insgesamt vier unterschiedlichen Herkunftsländern und verfassen Texte zum Thema Gesellschaft und Einsamkeit. Letztes Jahr wurde ein Tanztheaterprojekt zum Thema Digitalisierung mit Jugendlichen aus Deutschland, Rumänien, Syrien und Afghanistan durchgeführt.

http://www.boatpeopleprojekt.de


IKJA e.V., Hannover

Der Verein Internationaler Kultureller Jugend-Austausch (IKJA) wurde 2009 von Studierenden in Hannover gegründet. Ziel ist es, einen transkulturellen Dialog zwischen den Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Zuschreibungen zu fördern und eine Kultur des Miteinanders zu etablieren. Bei dem Projekt wurde eine App mit dem Namen "Out of Your Bubble - into VR" entwickelt. Die interkulturelle Begegnung soll in einer Virtual RealityWelt mithilfe von Musik, Tanzelementen und spielerischen Aspekte gefördert werden. Das begeistert besonders junge Zielgruppen. Ziel ist es, durch Begegnungen in der virtuellen Realität und den anschließenden Austausch zwischen den Trainingsteilnehmenden die Perspektivenreflexivität zu fördern. So kann Diskriminierung und Stereotypen entgegengewirkt werden. Seit Oktober 2019 wurden bereits zehn interkulturelle VR-Trainings mit insgesamt 40 Teilnehmenden verschiedener Herkunft zwischen 14 und 28 Jahren durchgeführt.

http://www.ikja.eu/schulungen-workshops


Kirchenkreis Harzer Land, Osterode

Die evangelische Jugend des Kirchenkreises Harzer Land hat gemeinsam mit der Flüchtlingssozialarbeiterin des Diakonischen Werkes Harzer Land sowie des Jugendzentrums Bad Sachsa im Februar 2018 einen internationalen Chor initiiert, den iChor. Die jugendlichen Geflüchteten sowie die einheimischen Jugendlichen sollen durch den Zugang Singen und Musik Gemeinsamkeiten entdecken und ihre Lebenswelten miteinander verknüpfen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund stammen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak, Iran oder Griechenland. Ein Schwerpunkt des Konzeptes ist es, dass die Jugendlichen sich mit deutschen Texten des aktuellen Rock/PopGenres auseinandersetzen.

https://www.kirche-harzerland.de


teatro regio e.V., Northeim (Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“)

Moringer Bürgertheater interkulturell – Das Projekt ist eine Kooperation von teatro regio e.V. mit der Flüchtlingshilfe und mehr Moringen e.V., der Stadt Moringen, der Kooperativen Gesamtschule Moringen und stille hunde theaterproduktionen, eingebettet in ein breites Netzwerk von ehrenamtlich Tätigen anderer Vereine, Bildungseinrichtungen sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Leine-Weper. Seit 2016 inszenieren ca. 30 Moringer Bürgerinnen und Bürger, davon etwa 1/3 Geflüchtete, jährlich eine Theaterproduktion und stellen sie der Öffentlichkeit vor. Ziel dieses Projektes war und ist es, geflüchtete Menschen (Neubürger der Stadt Moringen und des Landkreises Northeim) und Moringer Bürger mit und ohne Migrationshintergrund zusammenzubringen.

http://fluechtlingshilfe-moringen.de/arbeitsgruppen/theaterprojekt/

47 Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern aufgenommen

Gemeinsam mit Fußball-Zweitligist Hannover 96 konnte das Bündnis allen Kindern eine kleine Freude machen


Bereits seit Herbst 2019 setzt sich das Land Niedersachsen gemeinsam mit den Ländern Berlin und Thüringen beim Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie beim Auswärtigen Amt dafür ein, unbegleitete minderjährige Ausländer aus den überfüllten Flüchtlingslagern der griechischen Inseln zu holen und aufzunehmen.

Kurz nach Ostern konnten nun 47 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren nach Niedersachsen ausgeflogen werden.

Die Jungen und Mädchen, die aus Afghanistan (35), Eritrea (2) und Syrien (10) stammen, wurden zunächst in der Jugendhilfeeinrichtung Haus Sonnenwinkel in Bad Essen im Landkreis Osnabrück aufgenommen und verbrachten dort 2 Wochen in Quarantäne. Nachdem alle Kinder sowohl vor der Ausreise als auch am Ende des zweiwöchigen Aufenthaltes negativ auf Corona getestet wurden, konnten sie nun gesund die Reise in die aufnehmenden Bundesländer antreten. 13 Kinder verbleiben in Niedersachsen.

Bei Ihrer Ankunft in Deutschland hatten die Kinder nicht viel mehr als das was sie am Leib trugen. Während ihres Aufenthaltes in der Jugendhilfeeinrichtung wurden die Kinder durch örtliche Kleiderkammern und viele ehrenamtlich Unterstützende mit dem Nötigsten versorgt. Ümit Turunc, Leiter des Teams des Verbunds Sozialer Dienste, das sich seit ihrer Ankunft um die Mädchen und Jungen aus den griechischen Flüchtlingslagern gekümmert hat, berichtete von kleineren und größeren Verletzungen, die die Kinder bei Ihrer Ankunft in Deutschland hatten. „Viele Pflaster mussten geklebt werden, viele davon auch für die Seele, denn die Kinder hatten jahrelang keine Zuwendung und Umsorgung dieser Art erfahren.“

Viele Osnabrücker packten ehrenamtlich an und auch die Geschäftsstelle des Bündnisses NIEDERSACHSEN PACKT AN hatte den Wunsch, etwas für die Kinder zu tun. Fußball spricht alle Sprachen und verbindet, egal wo man herkommt. Daher nahm das Team der Geschäftsstelle Kontakt mit dem Fußball-Zweitligisten Hannover 96 auf. Dort musste man nicht lange überlegen: und spendete für alle Kinder Fußbälle, Kappen und Stoff-Maskottchen für die kleineren Kinder. Die Initiative 96Plus! fördert gemeinnützige Projekte, Organisationen und Aktionen sowie gute Ideen und Taten. Daher war die Unterstützung der Aktion für Josip Grbavac, Leiter Marketing bei Hannover 96, selbstverständlich: „Diese spontane Aktion ist absolut lobenswert und verdient maximale Unterstützung. Es ist nur sehr schwer vorstellbar, was diese Kinder erlebt haben müssen und wie sich ihr derzeitiger Alltag ohne Eltern gestaltet. Wir wünschen den Kindern und ihren Familien eine friedliche Zukunft.“ Gemeinsam mit Jute-Rucksäcken gefüllt mit Schreib- und Malsachen sowie einigen Süßigkeiten von NIEDERSACHSEN PACKT AN wurden die gespendeten Geschenke kurzfristig nach Bad Essen gebracht, damit jedem Kind eine kleine bleibende Erinnerung mit auf den Weg gegeben werden konnte.

Der vollgepackte Bulli zog sofort die neugierigen Blicke der Kinder auf sich. „Wir warten mit der Ausgabe der Geschenke, bis die Kinder abreisen“, hatte Ümit Turunc entschieden. Inzwischen sind die Kinder abgereist, im Gepäck haben sie nun neben den positiven Erfahrungen und Erinnerungen freundlicher Begegnungen im Haus Sonnenwinkel auch eine kleine Erinnerung an Niedersachsen.

Und auch die übrigen Kinder, die im Haus Sonnenwinkel regulär in sogenannten Dialog-Wohngruppen untergebracht sind, konnten sich über neue Lederfußbälle von Hannover 96 freuen, da 96Plus! noch ein paar extra Bälle gespendet hatte.

Dem Geschäftsführer des Verbandes Sozialer Dienste Tim Ellmer war die Freude über den Besuch aus Hannover anzumerken: „Wir danken Ihnen ganz herzlich. Sie machen den Kindern damit eine große Freude.“ Aktuell sammelt das Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN im Rahmen seines Beteiligungsaufrufes Erfolgsgeschichten aus Niedersachen und berichtet in diesem Zusammenhang über Beispiele gelungener Integration. Auch im Haus Sonnenwinkel gibt es tolle Erfolgsgeschichten. „Vier ehemalige unbegleitete minderjährige Ausländer, die wir 2015 aufgenommen hatten, unterstützen unser Team hier jetzt als Sprachmittler“, erzählte Ellmer. Wir finden das ist eine tolle Erfolgsgeschichte, die unbedingt erzählt werden sollte und freuen uns auf viele weitere tolle Beiträge.

  Bildrechte: Lars Herrmann / VSD

Niedersachsen nimmt minderjährige Flüchtlinge auf


Nach Hamburg und Bremen nimmt auch Niedersachsen 50 Kinder aus Flüchtlingscamps von den griechischen Ägäis-Inseln auf. Die minderjährigen Geflüchteten landen in der kommenden Woche in Niedersachsen und gehen zunächst in eine 14-tägige Quarantäne. Anschließend werden die Kinder auf soziale Jugendhilfeeinrichtungen in Niedersachsen verteilt. Die Initiative hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius bereits im vergangenen Herbst gestartet. „Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und es gelingt uns hoffentlich endlich, diesen besonders schutzbedürftigen Kindern zunächst ein festes Dach über dem Kopf, fließend Wasser und ausreichend Lebensmittel zur Verfügung zu stellen“, kommentiert Pistorius die Hilfsaktion.

Allein im Flüchtlingscamp Moria halten sich aktuell über 1000 Kinder auf. Angesichts der katastrophalen hygienischen Verhältnisse, rechnen Gesundheitsexperten bei einem Ausbruch von Covid-19-Erkrankungen mit verheerenden Folgen. Außer Deutschland ist aufgrund der Corona-Virus-Pandemie derzeit nur Luxemburg bereit, junge Migranten aus den überfüllten informellen Lagern zu holen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des Niedersächsischen Innenministeriums.

Ein Zeichen setzen - gegen rassistischen Hass, fremdenfeindliche Angriffe und Gewalt!

„Klare Haltung für Vielfalt, Toleranz und Miteinander!"



"Der Anschlag von Hanau hat unsere Gesellschaft zutiefst erschüttert – die brutale Tat macht uns fassungslos und hinterlässt viele Fragen. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt allen Verletzten und den Angehörigen der Opfer.

Widerwärtige Anschläge, wie im letzten Jahr in Halle, Kassel und München und nun auch in Hanau, ermahnen uns, immer wieder entschieden gegen jede Form von rassistischem Hass einzutreten. Fremdenfeindliche oder antisemitische Angriffe, populistische Anfeindungen und Ausgrenzungen jeder Art sind nicht tolerierbar. Für Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt ist in unserer Demokratie kein Platz!

Wir wollen in Niedersachsen klare Haltung zeigen für Vielfalt, Toleranz und Miteinander! Wir möchten, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion in unserem Land friedlich zusammenleben. Respekt füreinander und gegenseitige Akzeptanz sind das ‚Minimum‘ in unserem gesellschaftlichen Wertekonsens! Es gilt immer wieder nachzuforschen, woher dieser Hass kommt, und zu verhindern, dass er sich weiter verbreitet. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ steht an der Seite aller Menschen, die Ausgrenzungen erleiden oder durch rassistischen Hass bedroht werden. Sie sind nicht allein!

Es ist gut, dass – wie auch heute Abend - in Niedersachsen immer wieder viele Menschen auf die Straße gehen und für Vielfalt und Miteinander eintreten."

Aufruf vom 20. Februar 2020 anlässlich der aktuellen Geschehnisse in Hanau im Namen der Partnerinnen und Partner des Bündnisses 'Niedersachsen packt an'.


Auf der Demonstration von "Bunt statt Braun" am Freitag, den 21. Februar 2020, unter dem Motto: HANNOVER GEGEN RASSISMUS. HANNOVER FÜR VIELFALT! war auch das Bündnis 'Niedersachsen packt an' vertreten und hat mit vielen Akteurinnen und Akteuren ein wichtiges Zeichen gesetzt.

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