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Start der Initiative #MeineStimmeGegenHass

Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus sind eine der größten Gefahren für unsere Demokratie und Sicherheit. Seit Jahren steigt die Zahl derer, die zum rechten Spektrum gezählt werden, ebenso nimmt die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten zu. Solingen, Rostock, München, Kassel, Halle und Hanau sind nur einige von zahlreichen Orten in Deutschland, an denen Menschen von Rechtsextremisten gezielt getötet wurden.

Mit der Initiative #MeineStimmeGegenHass ruft die Deutschlandstiftung Integration zusammen mit Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz und der Bundeszentrale für politische Bildung zu einer breiten gesellschaftlichen Allianz gegen Rechtsextremismus und Rassismus auf. Menschen, die Opfer von Rassismus und Rechtsextremismus werden, brauchen nicht nur ein gezieltes Handeln des Rechtsstaates, sondern auch die Unterstützung der Gesellschaft und jedes Einzelnen.

Die Initiative #MeineStimmeGegenHass ruft daher dazu auf, die Erinnerung an die Todesopfer rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Deutschland wachzuhalten und die Stimme gegen Hass zu erheben.

Jede und jeder kann auch auf der Website und auf Facebook, Twitter und Instagram ein Zeichen setzen und mit einem eigenen Statement zum Ausdruck bringen, was sie oder er dem Hass entgegensetzt.

Posten Sie Ihre Audioaufnahmen mit #MeineStimmeGegenHass und werden Sie Teil dieser Initiative!

Statement des Ministerpräsidenten zu dem Großbrand in Moria

„Das sind erschütternde Nachrichten: ein Großbrand in einem völlig überfüllten Flüchtlingslager auf einer völlig überfüllten Insel, die de facto ein Gefängnis für Tausende von Frauen, Männern und Kindern ist. Dieser furchtbare Brand sollte nun wirklich Anlass dafür sein, dass wir endlich alle etwa 12.000 Menschen auf andere europäische Länder verteilen. Niedersachsen hat schon vor geraumer Zeit das Angebot gemacht, eine größere Zahl von Geflüchteten aus Moria aufzunehmen. Uns sind aber aus rechtlichen Gründen die Hände gebunden. Deshalb geht mein dringender Appell an die Bundesregierung und die Europäische Kommission, jetzt endlich die Grenzen für diese stark belasteten und verzweifelten Frauen, Männer und Kinder zu öffnen. Wenn sich einige Staatsoberhäupter in Europa beharrlich weigern sollten, müsste es eine Aufnahme der Menschen wenigsten durch einige gutwillige europäische Länder geben.“

Verleihung des Niedersächsischen Integrationspreises 2020

Videobotschaften und Preisträgervideos sind jetzt online


Ministerpräsident Stephan Weil und die Landesbe­auftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, haben am 08. September 2020 ihre Videobotschaften anlässlich der Verleihung des Niedersächsischen Integrationspreises 2020 veröffentlicht.
Aufgrund der Corona-Pandemie musste dieses Jahr auf den Festakt zur Preisverleihung verzichtet werden.

Sehen Sie nachstehend die Videobotschaften:


Der Integrationspreis wird bereits zum elften Mal vergeben. Das diesjährige Motto lautet „Integration durch Musik, Kunst und Kultur“. Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro (4 x 6.000 Euro) dotiert. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ zeichnet einen Bewerber mit einem Sonderpreis aus und unterstützt dessen Engagement ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Auch in diesem Jahr war die Zahl der Bewerbungen hoch. Aus knapp 170 Bewerbungen und Vorschlägen hat die Jury unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die folgenden Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:

  • Bildungswerk der Nds. Wirtschaft, Osnabrück
  • Boat people projekt e.V., Göttingen
  • IKJA e.V., Hannover
  • Kirchenkreis Harzer Land, Osterode

Beim Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ entschied sich die Jury für teatro regio e.V., Northeim.

Mit dem Wettbewerb möchte das Land Niedersachsen nachhaltige Projekte und engagierte Menschen auszeichnen, die sich in besonderer Weise im Integrationsprozess mit Initiativen in den Bereichen Musik, Kunst und Kultur hervorheben und zur Teilhabe am Gemeinwesen von Menschen mit verschiedenen sprachlichen, ethnischen, religiösen und kulturellen Wurzeln beitragen. Gute Ansätze und vorbildliche Aktivitäten sowie neue, innovative und nachhaltige Ideen zur Integration von Zugewanderten sollen stärker bekannt gemacht werden. Gleichzeitig sollen sie zur Nachahmung animieren und zur Entwicklung neuer Ideen und Projekte ermuntern.

Neben dem Spracherwerb sind es gerade Musik, Kunst und Kultur, die Menschen zusammenbringen und verbinden. Gerade für Zugewanderte ist es wichtig, sich in kulturelle Projekte und Initiativen mit eigenen Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen zu können. Gemeinsames Musizieren oder Theaterspielen fördert das Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Die Staatskanzlei bittet alle Preisträgerinnen und Preisträger um Verständnis dafür, dass in diesem Jahr aufgrund der Gefahr von Corona Infektionen auf eine Übergabeveranstaltung verzichtet wird.

Die Jury

Neben Doris Schröder-Köpf gehören in diesem Jahr zur Jury:

  • Fernando Aramburu, spanischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer, er lebt und arbeitet in Hannover
  • Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover
  • Nariman Hammouti, Vorsitzende des Vereins „Deutscher Soldat e.V.“
  • Sabina Kaluza, Künstlerin und Juniorpräsidentin des „KreativRegion e.V.“
  • Dr. Hermann Queckenstedt, Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück


Die Preisträgerinnen und Preisträger

Bildungswerk der Nds. Wirtschaft gGmbH, Osnabrück

Das Projekt „Sprache und Kunst – Handlungsorientierter Spracherwerb in Verbindung mit theaterpädagogischen Elementen“ unterstützt geflüchtete Frauen, die bereits einen Sprachkurs absolviert oder aufgrund von persönlichen Krisen abgebrochen haben, bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration. Es wurde in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) an den Standorten Barsinghausen, Osnabrück und Georgsmarienhütte durchgeführt. Innerhalb eines halben Jahres lernen die Frauen Deutsch und proben im Rollenspiel sowohl Erlerntes als auch Begebenheiten aus ihrem Alltag in der Heimat oder in Deutschland. Sprache in Verbindung mit Bewegung, Emotion und Spiel schafft neue neuronale Verknüpfungen, verbessert das Deutschlernen, fördert die kommunikativen Kompetenzen sowie das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit. Während der Unterrichtsstunden steht eine Kinderbetreuung zur Verfügung. Begleitend eröffnen die offenen Angebote im Familienzentrum den Frauen die Möglichkeit erste Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen und gestalterisch tätig zu werden. Der Kurs endet mit einer zertifizierten Sprachprüfung.

http://www.bnw.de


boat people projekt e.V., Göttingen

Seit 2009 arbeitet der boat people projekt e.V. als freies Theater in verschiedenen Konstellationen schwerpunktmäßig zum Thema Flucht und Migration. Bei den professionellen Schauspiel- und Musikproduktionen wird mit professionellen Künstler*innen zusammengearbeitet, die oftmals in ihrem Herkunftsland ihrer Arbeit aus zumeist politischen Gründen nicht mehr nachgehen können. Die soziokulturellen Theater-Projekte richten sich an geflüchtete und "einheimische" Menschen. Interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden eingeladen, sich an künstlerischen Projekten zu beteiligen. Begegnung jenseits von Sprachbarrieren, Herkunft, Milieu und Gender sind durch ein gemeinsames aktives Kunsterlebnis leichter möglich und können nachhaltiger wirken. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aktuell findet zum Beispiel ein Kindertheaterprojekt zum Thema Zukunft statt. In der Schreibwerkstatt treffen sich Erwachsene aus insgesamt vier unterschiedlichen Herkunftsländern und verfassen Texte zum Thema Gesellschaft und Einsamkeit. Letztes Jahr wurde ein Tanztheaterprojekt zum Thema Digitalisierung mit Jugendlichen aus Deutschland, Rumänien, Syrien und Afghanistan durchgeführt.

http://www.boatpeopleprojekt.de


IKJA e.V., Hannover

Der Verein Internationaler Kultureller Jugend-Austausch (IKJA) wurde 2009 von Studierenden in Hannover gegründet. Ziel ist es, einen transkulturellen Dialog zwischen den Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Zuschreibungen zu fördern und eine Kultur des Miteinanders zu etablieren. Bei dem Projekt wurde eine App mit dem Namen "Out of Your Bubble - into VR" entwickelt. Die interkulturelle Begegnung soll in einer Virtual RealityWelt mithilfe von Musik, Tanzelementen und spielerischen Aspekte gefördert werden. Das begeistert besonders junge Zielgruppen. Ziel ist es, durch Begegnungen in der virtuellen Realität und den anschließenden Austausch zwischen den Trainingsteilnehmenden die Perspektivenreflexivität zu fördern. So kann Diskriminierung und Stereotypen entgegengewirkt werden. Seit Oktober 2019 wurden bereits zehn interkulturelle VR-Trainings mit insgesamt 40 Teilnehmenden verschiedener Herkunft zwischen 14 und 28 Jahren durchgeführt.

http://www.ikja.eu/schulungen-workshops


Kirchenkreis Harzer Land, Osterode

Die evangelische Jugend des Kirchenkreises Harzer Land hat gemeinsam mit der Flüchtlingssozialarbeiterin des Diakonischen Werkes Harzer Land sowie des Jugendzentrums Bad Sachsa im Februar 2018 einen internationalen Chor initiiert, den iChor. Die jugendlichen Geflüchteten sowie die einheimischen Jugendlichen sollen durch den Zugang Singen und Musik Gemeinsamkeiten entdecken und ihre Lebenswelten miteinander verknüpfen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund stammen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak, Iran oder Griechenland. Ein Schwerpunkt des Konzeptes ist es, dass die Jugendlichen sich mit deutschen Texten des aktuellen Rock/PopGenres auseinandersetzen.

https://www.kirche-harzerland.de


teatro regio e.V., Northeim (Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“)

Moringer Bürgertheater interkulturell – Das Projekt ist eine Kooperation von teatro regio e.V. mit der Flüchtlingshilfe und mehr Moringen e.V., der Stadt Moringen, der Kooperativen Gesamtschule Moringen und stille hunde theaterproduktionen, eingebettet in ein breites Netzwerk von ehrenamtlich Tätigen anderer Vereine, Bildungseinrichtungen sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Leine-Weper. Seit 2016 inszenieren ca. 30 Moringer Bürgerinnen und Bürger, davon etwa 1/3 Geflüchtete, jährlich eine Theaterproduktion und stellen sie der Öffentlichkeit vor. Ziel dieses Projektes war und ist es, geflüchtete Menschen (Neubürger der Stadt Moringen und des Landkreises Northeim) und Moringer Bürger mit und ohne Migrationshintergrund zusammenzubringen.

http://fluechtlingshilfe-moringen.de/arbeitsgruppen/theaterprojekt/

Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger des Niedersächsischen Integrationspreises 2020

Preisträgervideos sind jetzt online


Ministerpräsident Stephan Weil und die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf haben die Preisträgerinnen und Preisträger des Niedersächsischen Integrationspreises 2020 bekannt gegeben.

Der Integrationspreis wird bereits zum elften Mal vergeben. Das diesjährige Motto lautet „Integration durch Musik, Kunst und Kultur“. Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro (4 x 6.000 Euro) dotiert. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ zeichnet einen Bewerber mit einem Sonderpreis aus und unterstützt dessen Engagement ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Auch in diesem Jahr war die Zahl der Bewerbungen hoch. Aus knapp 170 Bewerbungen und Vorschlägen hat die Jury unter dem Vorsitz von Doris Schröder-Köpf die folgenden Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:

  • Bildungswerk der Nds. Wirtschaft, Osnabrück
  • Boat people projekt e.V., Göttingen
  • IKJA e.V., Hannover
  • Kirchenkreis Harzer Land, Osterode
Beim Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ entschied sich die Jury für teatro regio e.V., Northeim.

Mit dem Wettbewerb möchte das Land Niedersachsen nachhaltige Projekte und engagierte Menschen auszeichnen, die sich in besonderer Weise im Integrationsprozess mit Initiativen in den Bereichen Musik, Kunst und Kultur hervorheben und zur Teilhabe am Gemeinwesen von Menschen mit verschiedenen sprachlichen, ethnischen, religiösen und kulturellen Wurzeln beitragen. Gute Ansätze und vorbildliche Aktivitäten sowie neue, innovative und nachhaltige Ideen zur Integration von Zugewanderten sollen stärker bekannt gemacht werden. Gleichzeitig sollen sie zur Nachahmung animieren und zur Entwicklung neuer Ideen und Projekte ermuntern.

Neben dem Spracherwerb sind es gerade Musik, Kunst und Kultur, die Menschen zusammenbringen und verbinden. Gerade für Zugewanderte ist es wichtig, sich in kulturelle Projekte und Initiativen mit eigenen Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen zu können. Gemeinsames Musizieren oder Theaterspielen fördert das Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen.

Die Staatskanzlei bittet alle Preisträgerinnen und Preisträger um Verständnis dafür, dass in diesem Jahr aufgrund der Gefahr von Corona Infektionen auf eine Übergabeveranstaltung verzichtet wird.

Die Jury

Neben Doris Schröder-Köpf gehören in diesem Jahr zur Jury:
  • Fernando Aramburu, spanischer Schriftsteller, Dichter und Übersetzer, er lebt und arbeitet in Hannover
  • Laura Berman, Intendantin der Staatsoper Hannover
  • Nariman Hammouti, Vorsitzende des Vereins „Deutscher Soldat e.V.“
  • Sabina Kaluza, Künstlerin und Juniorpräsidentin des „KreativRegion e.V.“
  • Dr. Hermann Queckenstedt, Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Bildungswerk der Nds. Wirtschaft gGmbH, Osnabrück
Das Projekt „Sprache und Kunst – Handlungsorientierter Spracherwerb in Verbindung mit theaterpädagogischen Elementen“ unterstützt geflüchtete Frauen, die bereits einen Sprachkurs absolviert oder aufgrund von persönlichen Krisen abgebrochen haben, bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration. Es wurde in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) an den Standorten Barsinghausen, Osnabrück und Georgsmarienhütte durchgeführt. Innerhalb eines halben Jahres lernen die Frauen Deutsch und proben im Rollenspiel sowohl Erlerntes als auch Begebenheiten aus ihrem Alltag in der Heimat oder in Deutschland. Sprache in Verbindung mit Bewegung, Emotion und Spiel schafft neue neuronale Verknüpfungen, verbessert das Deutschlernen, fördert die kommunikativen Kompetenzen sowie das Selbstbewusstsein und die Selbstwirksamkeit. Während der Unterrichtsstunden steht eine Kinderbetreuung zur Verfügung. Begleitend eröffnen die offenen Angebote im Familienzentrum den Frauen die Möglichkeit erste Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen und gestalterisch tätig zu werden. Der Kurs endet mit einer zertifizierten Sprachprüfung.

boat people projekt e.V., Göttingen
Seit 2009 arbeitet der boat people projekt e.V. als freies Theater in verschiedenen Konstellationen schwerpunktmäßig zum Thema Flucht und Migration. Bei den professionellen Schauspiel- und Musikproduktionen wird mit professionellen Künstler*innen zusammengearbeitet, die oftmals in ihrem Herkunftsland ihrer Arbeit aus zumeist politischen Gründen nicht mehr nachgehen können. Die soziokulturellen Theater-Projekte richten sich an geflüchtete und "einheimische" Menschen. Interessierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden eingeladen, sich an künstlerischen Projekten zu beteiligen. Begegnung jenseits von Sprachbarrieren, Herkunft, Milieu und Gender sind durch ein gemeinsames aktives Kunsterlebnis leichter möglich und können nachhaltiger wirken. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aktuell findet zum Beispiel ein Kindertheaterprojekt zum Thema Zukunft statt. In der Schreibwerkstatt treffen sich Erwachsene aus insgesamt vier unterschiedlichen Herkunftsländern und verfassen Texte zum Thema Gesellschaft und Einsamkeit. Letztes Jahr wurde ein Tanztheaterprojekt zum Thema Digitalisierung mit Jugendlichen aus Deutschland, Rumänien, Syrien und Afghanistan durchgeführt.

IKJA e.V., Hannover
Der Verein Internationaler Kultureller Jugend-Austausch (IKJA) wurde 2009 von Studierenden in Hannover gegründet. Ziel ist es, einen transkulturellen Dialog zwischen den Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Zuschreibungen zu fördern und eine Kultur des Miteinanders zu etablieren. Bei dem Projekt wurde eine App mit dem Namen "Out of Your Bubble - into VR" entwickelt. Die interkulturelle Begegnung soll in einer Virtual RealityWelt mithilfe von Musik, Tanzelementen und spielerischen Aspekte gefördert werden. Das begeistert besonders junge Zielgruppen. Ziel ist es, durch Begegnungen in der virtuellen Realität und den anschließenden Austausch zwischen den Trainingsteilnehmenden die Perspektivenreflexivität zu fördern. So kann Diskriminierung und Stereotypen entgegengewirkt werden. Seit Oktober 2019 wurden bereits zehn interkulturelle VR-Trainings mit insgesamt 40 Teilnehmenden verschiedener Herkunft zwischen 14 und 28 Jahren durchgeführt.

Kirchenkreis Harzer Land, Osterode
Die evangelische Jugend des Kirchenkreises Harzer Land hat gemeinsam mit der Flüchtlingssozialarbeiterin des Diakonischen Werkes Harzer Land sowie des Jugendzentrums Bad Sachsa im Februar 2018 einen internationalen Chor initiiert, den iChor. Die jugendlichen Geflüchteten sowie die einheimischen Jugendlichen sollen durch den Zugang Singen und Musik Gemeinsamkeiten entdecken und ihre Lebenswelten miteinander verknüpfen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund stammen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak, Iran oder Griechenland. Ein Schwerpunkt des Konzeptes ist es, dass die Jugendlichen sich mit deutschen Texten des aktuellen Rock/PopGenres auseinandersetzen.

teatro regio e.V., Northeim (Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“)
Moringer Bürgertheater interkulturell – Das Projekt ist eine Kooperation von teatro regio e.V. mit der Flüchtlingshilfe und mehr Moringen e.V., der Stadt Moringen, der Kooperativen Gesamtschule Moringen und stille hunde theaterproduktionen, eingebettet in ein breites Netzwerk von ehrenamtlich Tätigen anderer Vereine, Bildungseinrichtungen sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Leine-Weper. Seit 2016 inszenieren ca. 30 Moringer Bürgerinnen und Bürger, davon etwa 1/3 Geflüchtete, jährlich eine Theaterproduktion und stellen sie der Öffentlichkeit vor. Ziel dieses Projektes war und ist es, geflüchtete Menschen (Neubürger der Stadt Moringen und des Landkreises Northeim) und Moringer Bürger mit und ohne Migrationshintergrund zusammenzubringen.

AUFTAKTSPIEL SPIELFELD GESELLSCHAFT

27.05.2020
ONLINE


Wir brauchen mehr Zusammenhalt. Die Situation rund um die Corona-Epidemie zeigt weitere belastende Entwicklungen in unser Gesellschaft. Dies möchte die Niedersächische Lotto-Sport-Stiftung ändern und mit Ihnen und Euch digital diskutieren, sich vernetzen und gemeinsam Ideen für die Zukunft entwickeln.

Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung hat daher das „Spielfeld Gesellschaft“ entwickelt, eine Plattform für Austausch und Integration. Das Ziel: den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Niedersachsen und anderswo stärken. Dazu soll ein Netzwerk geschaffen werden, in dem möglichst alle Menschen Gehör finden und sich unterschiedliche politische, soziale und kulturelle Haltungen begegnen. Zum digitalen

AUFTAKTSPIEL SPIELFELD GESELLSCHAFT

am Mittwoch, den 27. Mai 2020 von 10:00 – 13:00 Uhr

lädt die Nds. Lotto-Sport-Stiftung alle Interessierten herzlich ein! Es erwartet Sie eine interaktive Videokonferenz mit Netzwerk- und Austauschmöglichkeiten in verschiedenen Workshops. Weitere Informationen zum Spielfeld Gesellschaft, Programm und Anmeldung finden Sie unter www.spielfeld-gesellschaft.de. Anmeldungen bitte bis zum 26.05.2020 per E-Mail an spielfeld@lotto-sport-stiftung.de (mit Name, Anschrift und ggf. Institution).


https://www.instagram.com/spielfeld_gesellschaft/

https://www.facebook.com/spielfeldgesellschaft/

https://spielfeld-gesellschaft.de/

47 Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern aufgenommen

Gemeinsam mit Fußball-Zweitligist Hannover 96 konnte das Bündnis allen Kindern eine kleine Freude machen


Bereits seit Herbst 2019 setzt sich das Land Niedersachsen gemeinsam mit den Ländern Berlin und Thüringen beim Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie beim Auswärtigen Amt dafür ein, unbegleitete minderjährige Ausländer aus den überfüllten Flüchtlingslagern der griechischen Inseln zu holen und aufzunehmen.

Kurz nach Ostern konnten nun 47 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren nach Niedersachsen ausgeflogen werden.

Die Jungen und Mädchen, die aus Afghanistan (35), Eritrea (2) und Syrien (10) stammen, wurden zunächst in der Jugendhilfeeinrichtung Haus Sonnenwinkel in Bad Essen im Landkreis Osnabrück aufgenommen und verbrachten dort 2 Wochen in Quarantäne. Nachdem alle Kinder sowohl vor der Ausreise als auch am Ende des zweiwöchigen Aufenthaltes negativ auf Corona getestet wurden, konnten sie nun gesund die Reise in die aufnehmenden Bundesländer antreten. 13 Kinder verbleiben in Niedersachsen.

Bei Ihrer Ankunft in Deutschland hatten die Kinder nicht viel mehr als das was sie am Leib trugen. Während ihres Aufenthaltes in der Jugendhilfeeinrichtung wurden die Kinder durch örtliche Kleiderkammern und viele ehrenamtlich Unterstützende mit dem Nötigsten versorgt. Ümit Turunc, Leiter des Teams des Verbunds Sozialer Dienste, das sich seit ihrer Ankunft um die Mädchen und Jungen aus den griechischen Flüchtlingslagern gekümmert hat, berichtete von kleineren und größeren Verletzungen, die die Kinder bei Ihrer Ankunft in Deutschland hatten. „Viele Pflaster mussten geklebt werden, viele davon auch für die Seele, denn die Kinder hatten jahrelang keine Zuwendung und Umsorgung dieser Art erfahren.“

Viele Osnabrücker packten ehrenamtlich an und auch die Geschäftsstelle des Bündnisses NIEDERSACHSEN PACKT AN hatte den Wunsch, etwas für die Kinder zu tun. Fußball spricht alle Sprachen und verbindet, egal wo man herkommt. Daher nahm das Team der Geschäftsstelle Kontakt mit dem Fußball-Zweitligisten Hannover 96 auf. Dort musste man nicht lange überlegen: und spendete für alle Kinder Fußbälle, Kappen und Stoff-Maskottchen für die kleineren Kinder. Die Initiative 96Plus! fördert gemeinnützige Projekte, Organisationen und Aktionen sowie gute Ideen und Taten. Daher war die Unterstützung der Aktion für Josip Grbavac, Leiter Marketing bei Hannover 96, selbstverständlich: „Diese spontane Aktion ist absolut lobenswert und verdient maximale Unterstützung. Es ist nur sehr schwer vorstellbar, was diese Kinder erlebt haben müssen und wie sich ihr derzeitiger Alltag ohne Eltern gestaltet. Wir wünschen den Kindern und ihren Familien eine friedliche Zukunft.“ Gemeinsam mit Jute-Rucksäcken gefüllt mit Schreib- und Malsachen sowie einigen Süßigkeiten von NIEDERSACHSEN PACKT AN wurden die gespendeten Geschenke kurzfristig nach Bad Essen gebracht, damit jedem Kind eine kleine bleibende Erinnerung mit auf den Weg gegeben werden konnte.

Der vollgepackte Bulli zog sofort die neugierigen Blicke der Kinder auf sich. „Wir warten mit der Ausgabe der Geschenke, bis die Kinder abreisen“, hatte Ümit Turunc entschieden. Inzwischen sind die Kinder abgereist, im Gepäck haben sie nun neben den positiven Erfahrungen und Erinnerungen freundlicher Begegnungen im Haus Sonnenwinkel auch eine kleine Erinnerung an Niedersachsen.

Und auch die übrigen Kinder, die im Haus Sonnenwinkel regulär in sogenannten Dialog-Wohngruppen untergebracht sind, konnten sich über neue Lederfußbälle von Hannover 96 freuen, da 96Plus! noch ein paar extra Bälle gespendet hatte.

Dem Geschäftsführer des Verbandes Sozialer Dienste Tim Ellmer war die Freude über den Besuch aus Hannover anzumerken: „Wir danken Ihnen ganz herzlich. Sie machen den Kindern damit eine große Freude.“ Aktuell sammelt das Bündnis NIEDERSACHSEN PACKT AN im Rahmen seines Beteiligungsaufrufes Erfolgsgeschichten aus Niedersachen und berichtet in diesem Zusammenhang über Beispiele gelungener Integration. Auch im Haus Sonnenwinkel gibt es tolle Erfolgsgeschichten. „Vier ehemalige unbegleitete minderjährige Ausländer, die wir 2015 aufgenommen hatten, unterstützen unser Team hier jetzt als Sprachmittler“, erzählte Ellmer. Wir finden das ist eine tolle Erfolgsgeschichte, die unbedingt erzählt werden sollte und freuen uns auf viele weitere tolle Beiträge.

  Bildrechte: Lars Herrmann / VSD

Niedersachsen nimmt minderjährige Flüchtlinge auf


Nach Hamburg und Bremen nimmt auch Niedersachsen 50 Kinder aus Flüchtlingscamps von den griechischen Ägäis-Inseln auf. Die minderjährigen Geflüchteten landen in der kommenden Woche in Niedersachsen und gehen zunächst in eine 14-tägige Quarantäne. Anschließend werden die Kinder auf soziale Jugendhilfeeinrichtungen in Niedersachsen verteilt. Die Initiative hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius bereits im vergangenen Herbst gestartet. „Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und es gelingt uns hoffentlich endlich, diesen besonders schutzbedürftigen Kindern zunächst ein festes Dach über dem Kopf, fließend Wasser und ausreichend Lebensmittel zur Verfügung zu stellen“, kommentiert Pistorius die Hilfsaktion.

Allein im Flüchtlingscamp Moria halten sich aktuell über 1000 Kinder auf. Angesichts der katastrophalen hygienischen Verhältnisse, rechnen Gesundheitsexperten bei einem Ausbruch von Covid-19-Erkrankungen mit verheerenden Folgen. Außer Deutschland ist aufgrund der Corona-Virus-Pandemie derzeit nur Luxemburg bereit, junge Migranten aus den überfüllten informellen Lagern zu holen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des Niedersächsischen Innenministeriums.

„Gesicht zeigen – Stimme erheben“ – Die 25. Internationalen Wochen gegen Rassismus

Heute starten deutschlandweit zum 25. Mal die Internationalen Wochen gegen Rassismus (16.-29.03.2020). Seit 25 Jahren werden hierzulande in großem Stil Aktionen & Veranstaltungen organisiert – auch Niedersachsen ist mit dabei!

Wir wissen – und das nicht erst seit Hanau –, dass Rassismus leider ein hochaktuelles Thema ist. Fremdenfeindliche Anfeindungen und Ausgrenzung sind ein echtes Problem in unserer Gesellschaft. Viele erleben solche Situationen im Alltag. Was am besten hilft, sind Zivilcourage und gute Beispiele, dass sich unsere Bemühungen für die Integration Menschen anderer Herkunft und für ein friedliches Miteinander lohnen!

Zahlreiche Veranstalter, Akteurinnen und Akteure haben in Niedersachsen tolle Aktionen und Termine rund um dem Welttag gegen Rassismus am 21. März 2020 geplant – von denen die meisten nun dem Coronavirus „zum Opfer fallen“. Wir danken Ihnen und Euch trotzdem für das tolle Engagement und zeigen Gesicht!


https://stiftung-gegen-rassismus.de

https://www.facebook.com/IWgegenRassismus/

#GesichtzeigenStimmeerheben #IWgR #ZusammenMehr



Ein Zeichen setzen - gegen rassistischen Hass, fremdenfeindliche Angriffe und Gewalt!

„Klare Haltung für Vielfalt, Toleranz und Miteinander!"



"Der Anschlag von Hanau hat unsere Gesellschaft zutiefst erschüttert – die brutale Tat macht uns fassungslos und hinterlässt viele Fragen. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt allen Verletzten und den Angehörigen der Opfer.

Widerwärtige Anschläge, wie im letzten Jahr in Halle, Kassel und München und nun auch in Hanau, ermahnen uns, immer wieder entschieden gegen jede Form von rassistischem Hass einzutreten. Fremdenfeindliche oder antisemitische Angriffe, populistische Anfeindungen und Ausgrenzungen jeder Art sind nicht tolerierbar. Für Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt ist in unserer Demokratie kein Platz!

Wir wollen in Niedersachsen klare Haltung zeigen für Vielfalt, Toleranz und Miteinander! Wir möchten, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion in unserem Land friedlich zusammenleben. Respekt füreinander und gegenseitige Akzeptanz sind das ‚Minimum‘ in unserem gesellschaftlichen Wertekonsens! Es gilt immer wieder nachzuforschen, woher dieser Hass kommt, und zu verhindern, dass er sich weiter verbreitet. Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ steht an der Seite aller Menschen, die Ausgrenzungen erleiden oder durch rassistischen Hass bedroht werden. Sie sind nicht allein!

Es ist gut, dass – wie auch heute Abend - in Niedersachsen immer wieder viele Menschen auf die Straße gehen und für Vielfalt und Miteinander eintreten."

Aufruf vom 20. Februar 2020 anlässlich der aktuellen Geschehnisse in Hanau im Namen der Partnerinnen und Partner des Bündnisses 'Niedersachsen packt an'.


Auf der Demonstration von "Bunt statt Braun" am Freitag, den 21. Februar 2020, unter dem Motto: HANNOVER GEGEN RASSISMUS. HANNOVER FÜR VIELFALT! war auch das Bündnis 'Niedersachsen packt an' vertreten und hat mit vielen Akteurinnen und Akteuren ein wichtiges Zeichen gesetzt.

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