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Beitrag von Bischof Franz-Josef Bode


„Wir wissen, dass wir aus dem Tod ins Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod“ (1 Joh 3,14). – Dieser erstaunliche Satz aus dem Neuen Testament der Bibel macht deutlich, dass jeder, der sich für andere Menschen einsetzt aus echter Nächstenliebe, daran mitwirkt, dass Ostern geschieht. Denn er wirkt daran mit, dass Tod sich in Leben verwandelt. Wer nicht liebt, bleibt im Tod; wer aber liebt, wirkt mit am Leben.

Gerade in diesen todbringenden Zeiten der Pandemie und besonders des Krieges in der Ukraine und anderswo ist jedes Zeichen der Liebe notwendig, um dem Potential des Hasses und der Gewalt ein größeres Potential der Liebe entgegenzusetzen. An Ostern feiern wir Christen, dass die Liebe den Tod besiegt hat in der Auferstehung Jesu. Überall, wo Menschen solche Liebe und Hoffnung verbreiten, richten sie andere auf und arbeiten mit am Frieden.

Die vielen Flüchtenden, die auch bei uns Halt und Geborgenheit suchen, fordern uns heraus, ihnen Wohnraum zu geben, ihnen Zuwendung zu schenken und sie so Hoffnung und Zukunft erfahren zu lassen. Auch hier bewährt sich wieder das Bündnis „Niedersachsen packt an“, weil es eingeübt ist in konkreter Hilfe. Wir können nur dankbar sein für diese Solidarität als Antwort auf die kriegerische Aggression. Diese Solidarität ist ein österliches Zeichen! Denn wer nicht liebt, bleibt im Tod; wer aber liebt, ermöglicht Leben. In diesem Sinn: Gesegnete Ostern für alle!


Bischof Franz-Josef Bode

 
Bischof Franz-Josef Bode


„Gott ist größer als unser Herz“, so lautet der bischöfliche Wahlspruch von Bischof Franz-Josef Bode. Seit dem 26. November 1995 leitet er nach diesem Prinzip das Bistum Osnabrück.

Er ist seit 2017 stellvertretender Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz und seit 2010 Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz – zuvor war er 14 Jahre lang Vorsitzender der Jugendkommission.


Am 1. September 1991 wurde Franz-Josef Bode im Dom zu Paderborn zum Bischof geweiht und war bis zu seinem Wechsel nach Osnabrück als Bischofsvikar für die Priesterfortbildung im Erzbistum Paderborn zuständig. Beim Amtsantritt in Osnabrück war Bode mit 44 Jahren Deutschlands jüngster Diözesanbischof. Heute ist er der dienstälteste Bischof Deutschlands.

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