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Von Raqqa nach Celle

Die Fluchtgeschichte der Syrerin Rauda Al-Taha


„Geflüchtete Menschen erhalten in Zeiten der Corona-Pandemie nur wenig Aufmerksamkeit, obwohl gerade sie besonders unter den Folgen und Umständen leiden. Wird über sie berichtet, dann häufig nur in Form von Zahlen und Fakten – die Menschen hinter den Zahlen und ihre persönlichen Geschichten werden nicht gesehen. Es war mir von daher ein Herzensanlie-gen, mit dem Buch „Die Geschichte einer Flucht – von Raqqa nach Celle“ das Augenmerk auf den einzelnen zu uns geflüchteten Menschen und sein ganz individuelles Schicksal zu lenken. Es ist kein Buch über die Geflüchteten, sondern es sind die eigenen, sehr persönlichen Einblicke einer Frau, die mit ihrem Mann und ihren drei kleinen Kindern aus Syrien flieht. Rauda Al-Taha hat ihre Flucht eindrücklich dokumentiert – Erinnerungen an das Leben in der Heimat vor und während des Krieges, die gefährliche Flucht, das Gefühl von Verlust und Heimweh – aber auch den Neustart in Celle. Ihre Schilderungen machen mehr als deutlich: Jede Flucht, jeder Verlust der Heimat, ist eine unermessliche menschliche Tragödie, auf die sich niemand leichtfertig einlässt“, so die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf.

Frau Al-Taha und Frau Schröder-Köpf lernten sich 2019 bei einer Veranstaltung der Landes-beauftragten im Begegnungszentrum „Frauen(t)räume – Räume für Frauen“ im Celler Stadtteil Vorwerk kennen. Verwirklicht wurde die Publikation in Kooperation mit der Stadträtin für Soziales und Kultur der Stadt Celle, Susanne McDowell.

„Die vorliegende Veröffentlichung mit ihren kraftvollen Texten und ebenso zu Herzen gehen den Illustrationen bringt uns nicht nur beispielhaft das Schicksal einer geflüchteten Familie nahe. Sie trägt außerdem zu der Erkenntnis bei, welch kulturellen Hintergrund, welch kreatives Potenzial die Menschen mitbringen, die wir meistens zunächst als Bedürftige wahrnehmen. Diesen Menschen eine Stimme zu geben, ist der erste Schritt zu einem uns alle berei-chernden künstlerischen und kulturellen Miteinander“, betont Susanne McDowell.

Die 110 Seiten starke Broschüre enthält neben der deutschen Übersetzung auch den arabi-schen Originaltext sowie private Fotos und Zeichnungen. Exemplare können beim Verbin-dungsbüro der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe unter migrationsbeauftragte@stk.niedersachsen.de oder bei der Stadt Celle unter

stadt@celle.de angefordert werden.


„Wir danken Frau Al-Taha, dass sie uns an ihrer Geschichte teilhaben lässt sowie allen an der Erstellung dieser Publikation beteiligten Personen, denn genau das ist es, was wir als Gesellschaft derzeit mehr denn je brauchen: Mitgefühl und Interesse für das Schicksal und das Leben anderer Menschen,“ so Schröder-Köpf und McDowell.

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